Champions League ab 2024/25: CL Neuerungen

Seitdem zur Saison 2003/04 die zuvor vier Jahre lang zwischen Vorrunde und Viertelfinale ausgetragene zweite Gruppenphase weggefallen ist, wurde der Modus der Champions League nicht mehr groß verändert. Allerdings ist der aktuelle Champions Mode am Ende der Spielzeit 2023/24 Geschichte. Dann greift die CL Reform 2024, die im April 2021 beschlossen wurde – wohl ein Stück weit auch als Reaktion auf die zuvor bekannt gewordenen Pläne einer Super League. Die Super League, an der hinter den Kulissen freilich weiter gearbeitet wird und die in Zukunft wieder ein Thema werden könnte, war danach schnell wieder vom Tisch. Denn die Champions League ab 2024 erfüllt zwei wesentliche Kriterien, die besonders den ganz großen Klub wichtig waren und sind: noch mehr Spiele und damit mutmaßlich mehr Geld für die Teilnehmer sowie noch mehr Startplätze für die Top-Ligen.

CL Reform 2024

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Champions League ab 2024/25: Wer ist dabei?

Die Chance auf die Teilnahme an der Champions League erhalten grundsätzliche Vereine aus allen der UEFA angeschlossenen Nationalverbände, wobei für Klubs aus kleinen Nationen wie Gibraltar, Liechtenstein oder Andorra in unschöner Regelmäßigkeit stets in der ersten von drei Qualifikationsrunden Schluss ist. Nach diesen folgen dann noch Play-offs, ehe das Teilnehmerfeld komplett ist.

An der Qualifikation ändert sich mit der CL Reform 2024 grundlegend nichts. Und auch die Startplätze werden nur leicht verändert, was im Wesentlichen daran liegt, dass der neue Champions League Plan 36 statt 32 Teilnehmer an der Vorrunde umfasst.

Auch nach der Champions League Reform werden die Startplätze in erster Linie anhand der Fünfjahreswertung vergeben. Direkt für die Vorrunde qualifiziert sind die Meister der besten elf Verbände. Hinzu kommen weiterhin die Zweitplatzierten der Verbände auf den Rängen eins bis sechs sowie die Dritt- und Viertplatzierten der besten vier Verbände. Neu dabei ist dank der CL Reform 2024 zudem der Drittplatzierte des fünftbesten Verbandes. Zudem werden künftig sieben anstatt bisher sechs Startplätze über die Play-offs vergeben. Auf den Platzierungsweg mit Nicht-Meistern überwiegend aus den Top-Ligen entfallen unverändert zwei Plätze, während über den Meisterweg fünf anstelle von vier Vorrundentickets vergeben werden. Direkt dabei sind weiter zudem der Titelverteidiger und der Gewinner der Europa League.

Die beiden weiteren neuen Startplätze erhalten die beiden Verbände, die in der Saison zuvor in der Fünfjahreswertung das beste Ergebnis erzielt haben. Möglich – und nicht unwahrscheinlich – sind auf diese Weise zusätzliche Startplätze für die Top-Ligen. Mit dieser Regelung verwarf die UEFA die zunächst für den Champions League Modus 2024 geplanten automatischen Startplätze für die beiden Vereine mit dem höchsten Klub-Koeffizienten, die sich nicht regulär qualifizieren konnten. An dieser Wildcard-Regelung, die vor allem eine Absicherung für vorübergehend kriselnde Spitzenklubs bedeutet hätte, hatte sich reichlich Kritik entzündet.

Neue Champions League ohne Vorrundengruppen

Weitreichender als die Erweiterung des Teilnehmerfeldes von 32 auf 36 Mannschaften ist aber 2024 die CL Reform Schweizer Modell. Diese beinhaltet, dass es künftig keine Vorrundengruppen mehr gibt. Stattdessen finden sich alle 36 Teilnehmer in einer einzigen Tabelle wieder, die darüber entscheidet, wer direkt ins Achtelfinale einzieht, wer in eine Zwischenrunde muss und für wen die Königsklasse schon im Spätherbst beendet ist.

Am Ende der Vorrunde qualifizieren sich die Teams auf den ersten acht Plätzen auf direktem Wege für das Achtelfinale. Die Mannschaften auf den Rängen neun bis 24 treten in Play-offs gegeneinander an und ermitteln in dieser Zwischenrunde die übrigen acht Achtelfinal-Teilnehmer. Die Teams auf den Rängen 25 bis 36 scheiden aus – ohne Chance, in der Europa League weiterzuspielen, wie es gemäß den bisherigen Champions League Regeln den Gruppendritten möglich ist.

Die Endtabelle umfasst insgesamt zehn Spieltage, an denen jede der 36 Mannschaften acht Partien bestreitet und zwei Mal spielfrei hat. Auf diesen Kompromiss ließ sich die UEFA ein, nachdem zehn Vorrundenspiele für jedes Team als zu aufwändig eingestuft wurde.

Die 36 Mannschaften werden, sobald das Teilnehmerfeld mit den Play-offs komplett ist, basierend auf den UEFA-Koeffizienten in vier Kategorien eingeteilt. Jedem Team werden dann jeweils zwei Gegner aus jeder Kategorie für die acht zu absolvierenden Spiele zugelost, die sich auf je vier Heim- und Auswärtsspiele verteilen. Sichergestellt werden soll damit einerseits, dass die Vorrunde für alle Starter in etwa gleich schwierig wird. Und zum anderen, dass es auch schon vor dem Herbst einige direkte Duelle von Top-Teams gibt.

Ab dem Achtelfinale alles beim Alten

Ein neues CL Format soll natürlich nichts an der spannendsten Phase des Wettbewerbs ändern, die stets nach dem Jahreswechsel mit den K.o.-Spielen beginnt. Wieviele Teams kommen ins Achtelfinale? Das sind auch im Champions League neuer Modus 2024 weiterhin 16 Teams, wobei acht direkt qualifiziert sind und die übrigen acht erst noch die Zwischenrunde überstehen müssen.

Sobald das Achtelfinale komplett ist, geht es in bekanntem Modus mit K.o.-System und Hin- und Rückspielen weiter. Wie steht es in der Champions League? Diese Frage wird man auch künftig in erster Linie am Dienstag und Mittwoch hören. Obwohl sich die Gesamtzahl der Spiele bis zum Finale von 125 auf 189 deutlich erhöht, sollen die anderen Wettbewerbe nicht darunter leiden. So bleibt der Donnerstag unverändert der Europa League und der Conference League vorbehalten – mit einer Ausnahme: am ersten Vorrundenspieltag finden auch donnerstags sechs Partien in der Königsklasse statt.

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