William Hill mit Interesse am deutschen Markt

William Hill war lange Zeit komplett vom deutschen Markt verschwunden. Nach einer Zeit, in der man wieder mit voller Kraft aktiv wurde, zog sich das britische Unternehmen im Sportwettenbereich erneut zurück als die 5% Wettsteuer eingeführt wurde. Man blieb jedoch durchgehend aktiv beim Thema Onlinecasinos.

Hessens Innenministerium informiert

Uns liegt die bestätigte Information vor, dass William Hill das Innenministerium in Hessen darüber informiert hat, dass sie im Fall einer Wiederholung des Lizensierungsverfahrens bzw. einer Erweiterung eine Bewerbung einreichen würde. Dies wäre das erste Mal, dass William Hill sich zum regulierten deutschen Markt bekennt und eine deutsche Lizenz anstrebt.

Im Hintergrund aktiv

Es liegen auch Informationen vor, dass das Unternehmen im Hintergrund ebenfalls aktiv werden möchte, also im Bereich Lobby-Arbeit und Netzwerken innerhalb der in Deutschland tätigen Unternehmen. Dies ist meist sogar das noch größere und klarere Zeichen dafür, dass ein Unternehmen eine einheimische Lizenz erhalten möchte.

William Hill unter Druck

William Hill hat immer deutliches Potenzial in Deutschland gesehen, aber lange Zeit gab es auch ohne den komplizierten Markt genug positive Nachrichten. Nachdem nun einige Märkte zugemacht werden mussten und was Wachstum deutlich gebremst wurde, braucht man Erfolgsgeschichten und Wachstum, während um einen herum die Konkurrenten miteinander fusionieren (Ladbrokes und Coral so wie PaddyPower und Betfair).

Deutschland gilt als passend

Intern gilt Deutschland als guter Markt. In Deutschland sind Sicherheit, sehr guter Support und Tradition auch weiterhin sehr gefragt und das alles kann William Hill sicherlich bieten.

Absolute Selbstüberschätzung

Anders kann ich es nicht bezeichnen was William Hill hier präsentiert. Sie sind als Marke auch weiterhin kaum bekannt und die sehr deutsch orientierten Unternehmen werden als genauso traditionell wahrgenommen von den deutschen Kunden. Außerdem war die Seite vor 5-6 Jahren noch recht modern als man sie modernisiert, doch inzwischen wirkt sie überladen, unübersichtlich und altbacken.

WilliamHill hat hier die gleichen Probleme, die auch ein Ladbrokes zeigt. Sie scheinen nicht in der Lage sein einzusehen, dass ihre britischen Wurzeln international nichts mehr zählen und das ihre Marke als solche extrem kompliziert ist in der Wahrnehmung, Aussprache und Wiedererkennung. Hier wäre eine radikale Strategie für den internationalen Bereich notwendig, doch hier fehlen Mut und Weitsicht.

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