Umsatzeinbußen im 1. Quartal 2015 für bwin

Im Moment gibt es fast täglich Neuigkeiten zu bwin.party, die sich im Prozess der Übernahme durch Dritte befinden – ob und wer, wird in den nächsten Wochen entschieden. Die neuesten Zahlen aus dem Hause bwin zeigen einen Umsatzrückgang von 6 Prozent im Vergleich zum gleichen Quartal im Vorjahr sowie Verluste im Pokergeschäft und einen Rückgang an aktiven Kunden.

Zurzeit dreht sich bei bwin.party alles um Zahlen und Fakten, sei es nun vonseiten der Unternehmen 888 sowie GVC/Amaya, die sich im Bieterkampf um den angeschlagenen Sportwetten-, Casino- und Pokeranbieter befinden oder bwins eigener Bilanz des ersten Quartals von diesem Jahr.

Nach Analyse der Performance Anfang 2015 musste bwin einen Umsatzrückgang im Vergleich zum gleichen Zeitraum des letzten Jahres hinnehmen mit Einnahmen von 155,3 Millionen Euro und damit zwar 6 Prozent mehr als im letzten Quartal von 2014, aber auch 6 Prozent weniger als im 1. Quartal des Vorjahres, als der Umsatz bei 165,7 Millionen lag.

Der Verlust im vergangenen Quartal lag vor allem an ungünstigen Fußballergebnissen, die zu einem Rückgang der Gewinnmarge von 10,3% im 1. Quartal 2014 auf 8,7% dieses Jahr führte. Dazu kam der anhaltende Verlust im Pokergeschäft sowie die Einführung der Mehrwertsteuer für bestimmte Glücksspielaktivitäten in Europa und damit teuer zu stehen für bwin, da der tägliche Nettoumsatz im Schnitt von 1,7 Millionen in 2014 auf 1,5 Millionen in diesem Jahr sank. Außerdem verminderte sich die Anzahl der durchschnittlich aktiven Nutzer am Tag um 11 Prozent.

Trotz Verlusten positiver Blick in die Zukunft

Gute Nachrichten gibt es dafür aus dem Bingo-Bereich von bwin mit einem 8-prozentigen Wachstum gegenüber dem Vorjahr sowie fast doppelte Einnahmen durch die World Poker Tour (WPT), die jetzt auch in Asien lizenziert ist.

Der CEO Norbert Teufelsberger zeigt sich trotz der Verluste positiv eingestellt gegenüber der Zukunft und den Zielen des Unternehmens für 2015, was vor allem am Ausbau des mobilen Angebots liegt und verstärkt dieses Jahr weitergeführt werden soll. Auch ist von Kostenreduzierung die Rede und einem Wirtschaftsplan für die betriebliche Effizienz, um dem Jahresziel 2015 gerecht zu werden.

Die neuesten Zahlen werden zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem bwin.party mehr denn je im Fokus des Interesses steht. Zwar war seit November 2014 immer wieder die Rede von potenziellen Käufern, doch scheint es erst seit knapp einer Woche ernst zu werden mit einerseits 888 Holdings, die bwin akquirieren wollen sowie GVC Holdings und Amaya Gaming auf der anderen Seite, die bwin.party bei der möglichen Übernahme wohl nicht in der aktuellen Struktur bestehen lassen werden. Entscheidungen über die Zukunft des Unternehmens werden in den kommenden Wochen erwartet.

Das könnte Dich auch interessieren …