Neues Angebot von 888 für Übernahme von bwin

Jetzt hat auch 888 nach Wochen des Schweigens nachgelegt, was den Bieterkampf mit GVC um bwin betrifft, und ein neues Gebot abgegeben, zu dem jedoch bis jetzt keine weiteren Details bekannt sind. bwin.party prüft nun nach eigenen Aussagen beide vorliegenden Gebote und will in naher Zukunft eine Entscheidung treffen.

Während die großen Unternehmensfusionen in diesem Jahr wie von Ladbrokes und Gala Coral oder Paddy Power und Betfair in wenigen und kurzen Ankündigen mitgeteilt wurden, gestaltet sich die Übernahme von bwin weitaus langfristiger, schwieriger und sicher auch teurer, als sich wohl alle Beteiligten vorgestellt haben.

888 legt nach, GVC muss bis Freitag neues Gebot abgeben

Nachdem es Mitte Juli so ausgesehen hatte, dass sich bwin endgültig für 888 Holdings und die Übernahmesumme von 898 Millionen Pfund entschieden hatte, zeigte sich GVC Holdings auch ohne die zuvor beteiligte Amaya Gaming Gruppe unbeeindruckt und bot seinerseits 1,03 Milliarden Pfund für den Sportwettenanbieter bwin.party. Zwar galt 888 nach wie vor als Favorit, dennoch wollte bwin das Angebot von GVC prüfen, sehr zum Missfallen von 888 Holdings, was in einem Freeze von 650 Millionen Dollar seitens der Investoren resultierte.

Der Geldhahn scheint wieder aufgedreht worden zu sein, denn 888 hat schließlich ein weiteres Gebot abgegeben, um am Ende doch noch bwin.party für sich beanspruchen zu können, jedoch ist über dieses aktuelle Gebot bis jetzt nichts weiter bekannt. Das Gebot wurde mit einer Reihe von Vorbedingungen abgegeben, die nun von bwin.party zusammen mit den Aktionären geprüft werden, um im besten Interesse des angeschlagenen Unternehmens zu handeln. Will GVC gegenhalten, muss ein neues Gebot bis Freitagabend abgegeben werden.

140 Pence noch nicht erreicht

Auch wenn das neue Angebot von 888 Holdings nicht bekannt ist, ist anzunehmen, dass das aktuellste Gebot von GVC in Höhe von 125,5 Pence pro Aktie überboten wurde. Ob sich die fünf größten Aktionäre von bwin.party tatsächlich jetzt schon zusammensetzen, um über das neueste Gebot zu diskutieren, ist fraglich, denn nach Aussage im August von SpringOwl Gibraltar Partners, dem zweitgrößten Shareholder von bwin, mache dies tatsächlich nur ab einem Übernahmepreis von 135-140 Pence pro Aktie Sinn.

Unmöglich ist das nicht, betrachtet man den stark gestiegenen Preis für bwin in den letzten Monaten. So wollte 888 Holdings bwin für 104,09 Pence pro Aktie übernehmen, worauf GVC Holdings mit 122,5 Pence reagierte und damit 18 Pence mehr als 888s Gebot, eine geradezu unglaublicher Sprung nach oben. Das letzte bekannte Gebot lag, wie bereits oben erwähnt, bei 125,5 Pence, das von 888 Holdings heute überboten worden sein dürfte, womit man sich dem Wunschpreis der Aktionäre eindeutig annähert.

Bwin pokert

Es bleibt abzuwarten, wieweit bwin.party sein Blatt ausreizen kann, um das zu bekommen, was das Unternehmen am Ende will. Dazu gehört nicht nur der Kaufpreis, sondern ebenfalls Zukunftsperspektiven, die mit einer Übernahme durch 888 in eine einschätzbare Richtung aufgrund der Ähnlichkeit beider Wettanbieter verlaufen würden, während GVC womöglich eine komplette Umstrukturierung und Neuverteilung der einzelnen Sektionen zur Folge hätte.

 

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