Neue Zweifel an Übernahme von bwin – GVC Aktie im Sinkflug

Nach der Ruhe der letzten Wochen nach einem monatelangen Übernahmekampf, den GVC am Ende gegen 888 Holdings gewonnen hatte, gibt es nun wieder neue Gerüchte um den Deal, der nicht so in Stein gemeißelt zu sein scheint, wie es noch vor wenigen Wochen der Fall war – der Wert der GVC-Aktie befindet sich im Sinkflug ohne Anzeichen für einen erneuten Aufschwung.

Nach Monaten zäher Verhandlungen und einem Schlagabtausch zwischen 888 Holdings und GVC Holdings um bwin.party hieß es zunächst, dass 888 nun neuer Besitzer ist, um wenige Tage später von GVC abgelöst zu werden. Das endgültige Angebot klang sehr ordentlich für bwin mit einer Ablösesumme von 130 Pence pro Share, die Zukunftspläne sind detailliert auf der Homepage von GVC zu finden und der Rest schien nur noch Formsache.

Share von 130 Pence auf 116 Pence gesunken

Jetzt werden Zweifel laut den an Deal, denn praktisch sank der Wert der GVC-Aktie seit dem Tag, an dem die offizielle Übernahme bekannt wurde, womit ebenfalls der Wert des Gebots für bwin von 130 Pence pro Share auf 116 gesunken ist und damit im gleichen Bereich wie das Angebot der abgelehnten 888 Holdings. Die Aktien von 888 sind stabil geblieben ohne nennenswerte Kursschwankungen und geht man zu dem Zeitpunkt zurück im Juli, als 888 als neuer Besitzer von bwin genannt wurde, machten die Wertpapiere sogar einen Satz nach oben, also das Gegenteil zur aktuellen Entwicklung von GVC. Der Einbruch der Aktie von GVC bedeutet ebenfalls große Verluste für die Investoren, die 150 Millionen Pfund in Wertpapieren des Bieters aufgekauft haben, um das Angebot und die Umsetzung entsprechend mitzufinanzieren.

888 passte besser, GVC zahlte mehr

Nach der ursprünglich ersten Übernahme von 888 Holdings trotz des höheren Angebots von GVC hieß es, 888 passe besser vom Konzept, da bereits ein Teil der Software im eigenen System von bwin integriert war und man mehr oder weniger wisse, in welche Richtung beide Unternehmen wollten. GVC ließ sich nicht beirren, bot mehr Geld und 888 war als neuer Besitzer vom Tisch mit der Begründung, es ließen sich schneller Kosten einsparen als mit 888.

Beobachter zweifeln jedoch an der Logik der Wahl, von einem weitaus kleineren Unternehmen übernommen zu werden als die globale Marke bwin mit der Absicht, das Online Casino zu verkaufen und sich auf den Sportwettenbereich zu konzentrieren. Die Teilung wäre nicht notwendig gewesen, wenn 888 Holdings der neue Käufer gewesen wäre, doch sollte ein Blick auf die Pressemitteilungen von GVC jeglichen Spekulationen den Wind aus den Segeln nehmen, auf der es quasi als Antwort auf die ewigen Zweifler am heutigen Montag eine weitere formale Bekanntmachung zum anstehenden Deal gibt. Mag die Aktie auch sinken, nach Aufgabe des Deals sieht das noch lange nicht aus.

 

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