GVC überbietet 888 Holdings im Duell um bwin.party

Nachdem es letzte Woche so aussah, als sei der Deal zur Übernahme von bwin.party durch 888 Holdings so gut wie final, ist für den bisherigen Mitbieter GVC Holdings noch lange nichts in Stein gemeißelt – das Unternehmen bereitet laut eigener Aussage ein weiteres Angebot vor in einer Höhe von über 1 Milliarde Euro vor mit Unterstützung von Cerberus Capital Management, ein Investmentfond-Unternehmen mit Anteilen an Gala Coral.

Seit Mai vergeht kaum eine Woche, in der nicht über mutmaßliche Übernahmen von bwin.party berichtet wird. Nach zähen Verhandlungen und einem Bieterkampf zwischen 888 Holdings und GVC Holdings zusammen mit Amaya Gaming gab es vergangenen Freitag schließlich die klare Ansage, dass 888 den Konkurrenten bwin für etwa 1,3 Milliarden Euro schlucken wird. Der Kaufpreis soll in bar und in Aktien zu 104,09 Pence pro Share bezahlt werden, von Anfang 2016 als Neustart war die Rede sowie den zukünftigen Board-Mitgliedern und das fusionierte Unternehmen als eines der größten Glückspielanbieter weltweit.

Fast 100 Millionen Pfund höheres Angebot von GVC

Während in den vergangenen Wochen eine Seite also zufrieden Pläne für die Zukunft entwarf, war GVC Holdings, zu dessen renommierte Marken wie Sportingbet oder CasinoClub gehören, nicht untätig und schloss sich mit Ceberus Capital Management zusammen, einem amerikanischen Private Equity Fond, der bereits als Miteigentümer von Gala Coral im Gaming involviert ist. Das frühere Joint Venture mit Amaya Gaming ist hingegen zwar nicht hinfällig, spielt aber höchsten bei der Übernahme von GVC im Pokerbereich eine Rolle.

Der neue von GVC angebotene Preis liegt über dem von 888 Holdings gemachten Angebot mit 122,5 Pence pro Share und damit 18 Pence mehr als 888s Angebot mit einem Gesamtwert von 990 Millionen Pfund statt der bisherigen 900 Millionen Pfund. Finanziert würde der Vorschlag aus einer Kombination der Herausgabe von neuen GVC Aktien an bwin-Aktionäre und eines abgesicherten 400 Millionen Darlehen von Cerberus Capital. Außerdem will das Unternehmen 150 Millionen Pfund durch die Platzierung von Eigenkapital gegen Bargeld verwenden für Umstrukturierung, Refinanzierung der bestehenden bwin-Schulden und zusätzliches Betriebskapital. Die entsprechenden Dokumente liegen der Chefetage von bwin bereits vor.

Alles wieder offen

Bwin selbst gab zur Auskunft, dass man jedes Angebot prüfe, dass vielversprechender und höher als das derzeitige Übernahmeangebot von 888 Holdings ausfalle. Abgeschlossen ist diese Angelegenheit wohl wirklich erst, wenn Verträge schlussendlich unterzeichnet sind, von wem bleibt die spannende Frage der nächsten Tage und Wochen.

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