Gauselmann-Gruppe stark wie nie zuvor dank Ausland

Für die Gauselmann-Gruppe liegt das Glück sprichwörtlich in der Ferne und nicht im Inland, wie der Halbjahresbericht 2015 beweist, der mit über einer Milliarde Euro Geschäftsvolumen alles bisher da gewesene toppt. Verantwortlich dafür ist vor allem die Spieltätigkeit im Ausland, während innerhalb Deutschlands das Wachstum mehr und mehr stagniert.

Spiele von Merkur aus dem Hause Gauselmann gehören zu den Urgesteinen der Spielautomatenindustrie und der Spielhallen, denn an der lachenden gelben Sonne ist bis jetzt keiner vorbeigekommen, und sei es nur zum Ausprobieren. So einfach das Konzept der Automaten auch in Online-Casinos ist, das nicht viel mit den hochmodernen Video-Spielautomaten zu tun hat, so erfolgreich hat Gauselmann diese Produkte neben deutschen und österreichischen Casinos auch auf internationaler Ebene offline und online etabliert. Doch hier fangen die Geschäftsbereiche der Gruppe gerade erst an, denn zu den weiteren Unternehmen gehören unter anderem ebenfalls der Sportwettenanbieter Cashpoint oder der Software-Entwickler Blueprint Gaming, um nur einige zu nennen.

Hauptanteil an neuen Arbeitsplätzen für den internationalen Markt

Nach eigenen Angaben nahm die Produktion von Geräten für den deutschen Markt um mehr als 25 Prozent ab, während verstärkt im Ausland produziert und umgesetzt wurde. Dass sich der Aufwand gelohnt hat, zeigt die Halbjahresbilanz von 2015, die ein Wachstum von etwa 9 Prozent zum gleichen Zeitraum im Vorjahr zu verzeichnen hat und auf über eine Milliarde Euro Umsatz der gesamten Gruppe kommt. Die Arbeitsplätze selbst wurden um 530 Arbeitsplätze auf fast 9000 erhöht, von denen mehr als 500 Stellen für das internationale Business verantwortlich sind. Mit der aktuellen Bilanz ist das nicht vorhandene Wachstum in Deutschland fast schon zur Nebensache geworden, aber eben nur fast, denn es gab kritische Worte von Paul Gauselmann selbst, dem Gründer des Familienunternehmens.

Ausland einzig legaler Weg für Gauselmann-Produkte

Er bemängelte stark die erschwerten Bedingungen von Spielhallen in Deutschland mit gesetzlichen Einschränkungen wie Sperrzeiten, Einlasskontrollsysteme oder Serviceverbot, die Kunden einfach keinen Anreiz boten, eine solche Lokalität aufzusuchen und lieber auf nicht regulierte, illegale Online-Casinos und Sportwettenanbieter auswichen. Dadurch wurde das Unternehmen in den Zugzwang gebracht, das Kerngeschäft selbst ganz legal im Ausland wie Südamerika, den Vereinigten Staaten oder Südafrika anzusiedeln, Investitionen in Deutschland zu vermeiden und abzuwarten, ob eines Tages die Sportwettenlizenzvergabe wieder aufgerollt wird oder nicht.

Nachdem diese stattgefunden hatte und die Gauselmann-Gruppe mit der höchsten Punktzahl für eine Lizenz berechtigt war, wurden zahlreiche Klagen eingereicht seitens der Wettanbieter, die leer ausgegangen waren mit dem Ergebnis, dass das Verfahren vorerst ruht und der Glücksspielstaatsvertrag kritisch von der EU betrachtet wird. Bekümmern muss das die Gauselmann-Gruppe nicht, im Gegenteil, das Geschäft boomt wie nie zuvor aufgrund der Weitsicht des Unternehmens, die dieses Jahr zu einem der besten in der Geschichte der Unternehmensgruppe machen sollte.

In Deutschland ist Gauselmann online vor allem mit Cashpoint und Xtip aktiv.

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