888 Holdings übernimmt bwin.party

Wie Anfang der Woche vorausgesagt brachte der Freitag die Entscheidung: bwin.party wird von 888 Holdings übernommen für insgesamt etwa 1,3 Milliarden Euro. Damit geht ein langer Bieterkampf zu Ende, der seit Mitte Mai zwischen GVC mit Unterstützung von Amaya Gaming stattgefunden hatte, um den österreichischen Sportwettenanbieter aufzukaufen. Nähere Details zur Übernahme werden im Laufe der kommenden Zeit veröffentlicht.

Lange wurde spekuliert und gerätselt, bis am frühen Freitagmorgen schließlich durch eine Pressemitteilung seitens 888 Holdings mitgeteilt wurde, dass bwin.party, der ehemals größte Konkurrent von 888, für 898 Millionen Pfund übernommen werden wird. Damit liegt das Angebot unter dem von GVC Holdings und Amaya Gaming, das noch Anfang der Woche bei 908 Millionen britischer Pfund angesetzt worden war, doch wollte man das Risiko so klein wie möglich halten und die Unternehmensgeschichte mit einer Firma weiterschreiben, die ein ganz ähnliches Produkt aufweist und somit über die dringend benötigte Erfahrung verfügt, um wieder wettbewerbsfähig zu werden.

Neustart in 2016

888 Holdings zahlt den Kaufpreis in bar und in Aktien mit 104,09 Pence pro Aktie. Ist der Deal einmal abgeschlossen, gehören den bwin-Aktionären 48,9 Prozent des fusionierten Unternehmens. Bereits im Mai hatte 888 Holdings erklärt, dass sich die bwin-Aktionäre mit einem Gesamtanteil von 59 Prozent der Anteile verpflichtet hätten, der Transaktion grünes Licht zu geben.

Der Deal soll Anfang 2016 umgesetzt werden und pro Jahr um die 70 Millionen Dollar einsparen. Der CEO Norbert Teufelberger wird nicht im Vorstand der neuen Firma sitzen, sondern hauptsächlich in der Eigenschaft als Berater zur Seite stehen.

888 Holdings als neuer Besitzer – Ein kurzer Ausblick

Mit über 25 Millionen angemeldeten Kunden ist 888 Holdings einer der größten Marken im Gaming-Bereich, wenn es um Online-Glücksspiel geht. Zum Portfolio gehören Casino, Poker, Bingo, Games und Sport, die Software Dragonfish wurde im Unternehmen selbst entwickelt, die ebenfalls von bwin für das eigene Bingoprodukt genutzt wird. Nach der Fusion dürfte 888 zu einem der größten Konkurrenten für Amaya Gaming werden, das zurzeit als das größte Glücksspielunternehmen weltweit gilt.

B2B Angriff

Wie bwin.party und 888 außerdem bekannt gaben, soll die Übernahme außerdem eine getrennte B2B-Abteilungen bekommen, was in zwei separaten, börsennotierten Unternehmen resultieren könnte. Zudem soll die Idee umgesetzt werden, die vielfach prämierte Technologie von bwin in ein eigenes Medium namens „Studios“ zu expandieren.

Mehr Einzelheiten zum Deal werden mit Sicherheit in den nächsten Wochen und Monaten bekannt werden, doch wirkte sich die Ankündigung bereits auf den Aktienmarkt aus, in dem bwin am heutigen Tage bereits Verluste hinnehmen musste, während Anteile von 888 um fast 5 Prozent stiegen.

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